Erste Bürgerinformationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung für Reiskirchen
„Die kommunale Wärmeplanung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Uns ist es wichtig, sie gemeinsam mit der Gemeinde zu erstellen. Dazu gehört auch, dass wir die Belange der Bürger sowie der lokalen Unternehmen so gut es geht in die Planung miteinbeziehen.“ Dr. Hans-Peter Frank, Leiter der Abteilungen Gebäudeenergiesysteme und Handel, Erzeugung & Portfoliomanagement bei der OVAG, stellte bei der ersten Bürgerinformationsveranstaltung im Zuge der kommunalen Wärmeplanung für Reiskirchen noch einmal fest, welchen Stellenwert die Themen Zusammenarbeit und Transparenz bei der Erstellung eines solchen Konzeptes für die OVAG einnehmen.

Effiziente und nachhaltige Wärmenetze nehmen im Kampf gegen den Klimawandel eine Schlüsselrolle ein. Mit der kommunalen Wärmeplanung sollen Kommunen die Dekarbonisierung des Wärmesektors vor Ort planen und erhalten einen Fahrplan, um den Wärmesektor in Zukunft energetisch nachhaltig zu gestalten. Für die Gemeinde Reiskirchen erstellt die OVAG das Konzept. Der fertige Wärmeplan wird konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der Wärmewende bis zum Jahr 2045 aufzeigen. Während der Bearbeitung sind in regelmäßigen Abständen relevante Zwischenergebnisse zur Veröffentlichung vorgesehen, der fertige Plan soll im ersten Quartal 2027 vorliegen.
Zum ersten öffentlichen Termin hatten Gemeindeverwaltung und OVAG am 25. Februar 2026 ins Bürgerhaus eingeladen, gut 65 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Neben Dr. Frank waren an diesem Abend Yannic Rühl, Florian Appelt (beide OVAG) sowie Reiskirchens Bürgermeister Tobias Breidenbach und Werner Speier, Leiter Fachbereich III Bauen und Planen, auf dem Podium. Gemeinsam stellten sie die Inhalte der kommunalen Wärmeplanung sowie den vorläufigen Zeitplan und erste Analyse-Ergebnisse vor: „Die Analysen zeigen, dass in allen Ortsteilen Heizöl der dominante Energieträger ist“, erklärte Florian Appelt. Das seien fast 40 Prozent der Haushalte. „Dabei sind rund die Hälfte der Heizungen 20 Jahre oder älter.“
Neben der Siedlungsstruktur und den eingesetzten Energieträgern werden bei der Analyse beispielsweise auch aktuelle Wärmeverbräuche erhoben und einbezogen. Im nächsten Schritt werden vorhandene Energie-Einsparpotenziale und Optionen zur Nutzung von erneuerbaren Energiequellen im Gemeindegebiet analysiert und aufgezeigt. Auf Basis dieser Analysen wird ein Zielszenario entwickelt, wie das jeweilige Gebiet in Bereiche mit verschiedenen technischen Lösungen für die Wärmebereitstellung eingeteilt werden kann und damit Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung aussehen könnte. Dabei gingen die Planer der OVAG auch auf Fragen aus dem Plenum ein und zeigten auf, was die Bürgerinnen und Bürger von dem Prozess erwarten dürfen.
Bürgermeister Tobias Breidenbach betonte, ihm sei es wichtig, dass man hier mit einem lokalen Partner arbeite. Zudem werde man den Prozess so transparent wie möglich gestalten. „Das ist heute nur die erste von weiteren Bürgerveranstaltungen. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung werden auch die zuständigen Gremien in Reiskirchen fortlaufend informiert und in die Bearbeitung mit einbezogen. Diese Sitzungen sind auch immer öffentlich und zugänglich für interessierte Bürger, sodass alle im Verlauf umfassend informiert sind.“
Die Präsentation der ersten Bürgerinformationsveranstaltung steht Ihnen hier zur Verfügung: