Zehn Jugendliche aus Reiskirchen zu Besuch in der polnischen Partnergemeinde

In den Herbstferien ging es auf Einladung der polnische Partnergemeinde Goleszów für zehn Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren für sechs Tage zur Jugendbegegnung nach Polen. Von deutscher Seite wurde die Begegnung geplant, organisiert und durchgeführt durch die Jugendpflege Reiskirchen, dem Partnerschaftsverein der Gemeinde und der TSG Reiskirchen. Zuschüsse stellten das Deutsch-Polnische-Jugendwerk sowie die Jugendförderung des Landkreises zur Verfügung.

DSC 0973Seit 2017 finden in Reiskirchen im Jugendbereich wieder Begegnungen in den Partnergemeinden statt. Neben einer Freizeit in Muttersholtz, der französischen Partnergemeinde, und drei Austauschen, eine in Reiskirchen und zwei in Muttersholtz, ist nun auch wieder der Kontakt der jüngeren Generation in Polen hergestellt. „Uns ist es sehr wichtig, dass auch der Kontakt zur polnischen Gemeinde in den kommenden Jahren vermehrt bestehen bleibt und unsere Jugendlichen die Möglichkeiten haben, das Land und die Menschen dort kennen zu lernen“, so Manfred Gössl vom Partnerschaftsverein. Er und seine Frau Geli Gössl, die erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins ist, haben langjährige Beziehungen zur Partnergemeinde und pflegen dort enge Freundschaften.

Nach einer längeren Anreise, in bei der genügend Zeit war, Erwartungen, Wünsche und Ängste auszutauschen sowie auch erste Wörter auf Polnisch zu lernen, wurde die deutsche Delegation herzlichst von Bürgermeisterin Sylwia Cieslav und den Gastfamilien begrüßt. Nach einem Kennenlernen ging es für die Jugendlichen und Betreuungspersonen auch schon für den ersten Abend und die erste Nacht in die Gastfamilien. Am anstehenden Wochenende gab es zahlreiche Ausflüge und Unternehmungen in die abwechslungsreiche Region Schlesiens. Auf dem Programm standen die Besuche des Berges Czantoria, der Städte Ustron und Cieszyn und ein gemeinsamer Spaziergang durch die Partnergemeinde Goleszów mit einer Aufführung einer jungen polnischen Trachtengruppe im Kulturhaus. Dass trotz der 900km Entfernung und einer anderen Sprache das Leben in der Partnergemeinde auch viele Gemeinsamkeiten hat, erlebten die Jugendlichen spätestens beim gemeinsamen Schulbesuch an zwei Vormittagen, den die Jugendlichen als sehr positiv und interessant bewerteten. Nachmittags war dann beim Besuch des Aquaparks, der nach einhelliger Meinung viel zu kurz war, und beim Ausflug nach Wisla mit dem Adam-Malysz-Museum sowie der Skisprungschanze jede Menge Spaß angesagt.

Beim gemeinsamen Abschlussabend mit allen Beteiligten und Familien waren sich alle einig, dass es diese Art von Begegnungen sind, die ein größeres Verständnis für kulturelle Unterschiede, das Miteinander und den europäischen Gedanken fördern. Auch die Unterbringung in den Gastfamilien, die für Jugendliche ein großer Schritt aus der eigenen Komfortzone bedeutet, hat sich nach kurzer Zeit als sehr gewinnbringend für alle Teilnehmenden gezeigt. Die Jugendlichen haben Freundschaften zu ihren Gastfamilien und vor allem zu den von polnischer Seite teilnehmenden jungen Menschen aufgebaut. „Ich habe neue Freunde gefunden“ und „Meine Gastfamilie war sehr nett und ich freue mich auf ein Wiedersehen.“, sind nur zwei Aussagen der Jugendlichen, die sicher viele neue Eindrücke mitnehmen und die sie prägen werden.

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