Landkreis, DRK Schwesternschaft und Kreisvolkshochschule bilden Krisenhelfer:innen aus

Landkreis Gießen. Dass Pflegekräfte immer wieder an ihre Belastungsgrenze stoßen, hat die Corona-Pandemie unmissverständlich vor Augen geführt. Als Reaktion auf die Omikron-Welle hatte der Landkreis Gießen bereits im Winter 2020/2021 eine Initiative gestartet, um Engpässe in der Pflege abzuwenden. So wurden in Zusammenarbeit mit der DRK Schwesternschaft Marburg inzwischen mehr als 40 ehrenamtliche Krisenhelfer:innen ausgebildet.

Weitere Kurse laufen und sind in der Planung, denn auch wenn die Infektionszahlen sinken, ist der Bedarf weiter da.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir in der Vergangenheit bereits so viele Menschen für die Krisenhelferschulung gewonnen haben, die wir ansprechen können, wenn sich innerhalb eines Pflegeteams der Personalmangel bemerkbar macht. Es ist gut, dass wir aufgrund des langfristigen Konzepts für krisenhafte Ereignisse vorbereitet sind. Das können auch Naturkatastrophen wie im Ahrtal, Stromausfälle oder andere Notlagen sein“, sagt Landrätin Anita Schneider. Alle Ehrenamtlichen hätten inzwischen das nötige Handwerkszeug erlernt, um bei Bedarf und unter Aufsicht von Pflegefachkräften helfen zu können.

Für den nächsten Kurs sind noch Plätze frei

Von Hygienegrundlagen und Infektionsschutzmaßnahmen über die Kommunikation und den Umgang mit dementiell erkrankten Menschen bis hin zur Unterstützung bei Bewegung und Mobilisation – die Bandbreite dessen, was die Krisenhelfer:innen in den dreitägigen Kursen vermittelt bekommen, ist groß.

All das sollen sie künftig über Fortgeschrittenenkurse weiter vertiefen können, die ebenfalls in Kooperation mit der DRK Schwesternschaft stattfinden sollen und - genau wie die Einsteigerkurse - vom Landkreis finanziert werden. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Angebot gemeinsam umsetzen und damit für Entlastung in Zeiten des Pflegenotstands sorgen können“, sagt Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule, die das Angebot koordiniert.

Einige der Krisenhelfer:innen sind inzwischen in diversen Einrichtungen zum Einsatz gekommen und unterstützen die Pflegekräfte überall dort, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Da die Nachfrage nach wie vor vorhanden ist, ist bereits ein weiterer Einsteigerkurs geplant, der vom 24. Bis zum 26. März im vhs-Haus Lich stattfinden wird. Auch hier können wieder insgesamt zwölf Personen teilnehmen. Der Kurs ist aktuell noch nicht ausgebucht. Interessierte können sich direkt unter www.vhs-kreis-giessen.de zu den Kursen anmelden. Bei Bedarf kommt der Landkreis für den Verdienstausfall der Teilnehmenden auf.

Für weitere Informationen steht das Team der vhs telefonisch unter 0641 9390-5700 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Für eine Fortgeschrittenenschulung werden alle Absolvent:innen angeschrieben.