Die alljährliche Vegetationsruhe, der Zeitabschnitt im Jahreszeitenklima, während der die Pflanzen-Vegetation stillsteht oder kaum merklich weitergeht, wird turnusmäßig genutzt, um Heckenschnitte vorzunehmen, bzw. Baumbestände in Feld und Flur zu überprüfen. In diesem Winter sind die 54 Pappeln am Ortsausgang Reiskirchens, entlang der Wieseck, an der Reihe.

Die Pappeln wurden bereits freigeschnitten, damit ein Baumgutachter den Zustand der Bäume besser beurteilen konnte. Dabei musste der Gutachter leider feststellen, dass ein hohes Ausmaß an Totholz vorhanden ist. Folglich wurde der Weg an den Pappeln mit sofortiger Wirkung für jegliche Nutzer gesperrt – die Bevölkerung wird gebeten, die Sperrung unbedingt zu beachten, „denn gerade bei den bei uns üblichen Winterstürmen kann es durch herunterfallende Äste schnell zu einer Gefährdung für Leib und Leben kommen“, so Bürgermeister Dietmar Kromm in seiner jüngsten Pressemitteilung.

Da die Bäume sich in einem FFH-Gebiet befinden, war vor einem grundhaften Rückschnitt eine naturschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Diese Begutachtung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen hat ebenfalls bereits stattgefunden und die notwendigen Maßnahmen wurden entsprechend abgesprochen.