Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Reiskirchen,

ein weiteres Corona-Jahr neigt sich dem Ende. Zu Beginn dieses Jahres waren wir zuversichtlich, dass wir das Virus ganz sicher besiegen werden und waren zwischendurch auch immer wieder guten Mutes. Doch wir müssen uns wohl noch eine zeitlang mit ihm arrangieren, bis wir uns wieder unbeschwerter begegnen können.

Mittlerweile befinden wir uns in Deutschland in der vierten Welle der Corona- Pandemie. Diese hat unsere Gesellschaft so heftig erwischt, dass die Coronamaßnahmen erneut angepasst werden mussten.

Noch immer tragen wir Masken, leben auf Distanz zu unseren Mitmenschen und schränken Kontakte ein. Im Jahresverlauf mussten wir immer wieder Einschränkungen hinnehmen – so musste auch unser liebgewordener Weihnachtsmarkt zur Einstimmung auf die Adventszeit entfallen. Aber, verlieren wir unsere Zuversicht nicht.

Seit gut zwei Jahren hat uns die Corona-Pandemie nun fest im Griff. Auch im zu Ende gehenden Jahr 2021 hat so für viele Unsicherheiten und unruhige Zeiten gesorgt. Am Anfang des Jahres waren die Zahlen noch recht hoch und alle dachten, es kann ja nicht schlimmer werden. Insbesondere der zuweilen fehlende Impfstoff verzögerte teilweise die notwendigen Impfungen in unserer Bevölkerung, aber auch unseres Personals in der Verwaltung. An dieser Stelle darf ich mich bei allen herzlich bedanken, die sich haben impfen lassen. Die Experten erklären immer wieder, wie wichtig diese Impfungen sind. Es gibt jedoch auch Menschen, die keine Impfung wollen, oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Das ist bislang eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen kann. Bei dieser Entscheidung sollte jedoch berücksichtigt werden, dass man durch eine Impfung nicht nur sich selbst, sondern auch andere schützt.

Rückblickend wäre ich heute froh, wenn wir geringere Zahlen, ähnlich der vom Anfang dieses Jahres, hätten. Mittlerweile bewegen wir uns in besorgniserregenden Sphären, die unsere Krankenhäuser und deren Personal, insbesondere auf den Intensivstationen, vor immer größer werdende Herausforderungen stellen. Daher mein Appell an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger: Lassen Sie sich impfen, wenn Sie noch nicht geimpft sind, und „boostern“, denn gerade die 3. Impfung verbessert den Schutz vor der aktuell sich immer mehr ausbreitenden Omikron-Variante. Mit diesen Werkzeugen haben wir die Möglichkeit einen positiven Einfluss auf das Infektionsgeschehen zu nehmen.

Durch die Pandemie sind viele Abläufe für Bürgerinnen und Bürger beeinflusst. Auch die Arbeitsabläufe in unseren Kitas, in den Schulen oder der Verwaltung, aber auch auf dem Bauhof sind immer schwieriger geworden und mussten ständig an die aktuelle Lage angepasst werden. Auch die Bürgermeistersprechstunde oder die Jubiläumsbesuche zu Geburtstagen oder Hochzeiten konnten nicht so durchgeführt werden, wie ich mir es wünsche. Dies hat von Bürgerinnen und Bürgern, Eltern, Kindern, Selbstständigen und zuletzt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einiges abverlangt. Ich möchte mich bei Ihnen für die Bereitschaft, diese Veränderungen mitzutragen, meinen herzlichsten Dank aussprechen.

Bei der Neubesetzung und Nachbesetzung von Stellen innerhalb der Gemeindeverwaltung hatten wir bislang großes Glück. Insgesamt ist der Fachkräftemangel auch bei uns mittlerweile deutlich zu spüren. Das betrifft nicht nur den Bereich der Erzieherinnen und Erzieher, sondern auch den Bereich der klassischen Verwaltung.

Gemeinsam haben wir in diesem Jahr vieles, was im Haushaltsplan Reiskirchens steht, umgesetzt. Sicherlich konnten nicht alle baulichen Maßnahmen so vorangebracht werden, wie wir es uns gewünscht hätten. Doch mittlerweile sind Baufirmen und Planungsbüros mehr als ausgelastet. Im Besonderen sind auch Genehmigungsbehörden am Limit, was zu Verzögerungen bei Baugenehmigungen und Auskünften führt. Ebenso sind die Baupreise erheblich gestiegen, was auf Materialknappheit zurückzuführen ist. Trotz dieser vielen äußeren Einflüsse können wir stolz auf das Erreichte sein.

Und dennoch fehlt etwas: Durch die Pandemie mussten gewohnte Abläufe teils grundlegend verändert werden. Man hält gebührenden Abstand und hält sich an die Hygienebestimmungen. Dadurch wird das menschliche Miteinander jedoch erheblich beeinträchtigt. Es ist nicht mehr alles so, wie wir es gewohnt waren. Diese Einschränkungen ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft. Im Berufsleben, aber auch im Privatleben wird deutlich, in welcher misslichen Lage wir uns befinden. Wie werden dieses Jahr Weihnachten feiern? Können vielleicht nicht alle, die von uns eingeladen wurden, zum Weihnachtsfest kommen? Werde ich noch alle Geschenke zusammenbekommen?
Es sind viele Unsicherheiten, die sich in dieser Zeit aufstauen und mit denen wir zurecht kommen müssen. Aber lassen wir uns nicht entmutigen, fest daran zu glauben, dass wir die Pandemie besiegen werden und wieder mehr Normalität in unserem Alltag möglich sein wird.

Ich möchte Danke sagen, dass wir trotz der anstrengenden Zeit aufeinander zählen konnten, für einander da waren und hoffen, dass es bald in unserer Gesellschaft wieder einfacher wird, zusammen zu kommen.

Ich wünsche uns allen, Ihnen persönlich und Ihren Lieben, ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr

Dietmar Kromm
Bürgermeister