Reiskirchen. In einer Pressemitteilung hat der CDU Gemeindeverband Reiskirchen auch Bürgermeister Dietmar Kromm Untätigkeit vorgeworfen. „Ich bin erstaunt darüber, dass die CDU gerade jetzt verbal auf die Gemeindeverwaltung und mich persönlich schießt – wir haben es in den letzten Wochen geschafft, dass die Südumgehung der B49 beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) wieder mehr in den Fokus gerät.“

Die getätigten Aussagen der CDU entsprächen nicht der Wahrheit und suggerierten dem Leser, dass der Bürgermeister der Gemeinde Reiskirchen für den vermeintlichen Stillstand in Sachen Planung der B49 Südumgehung Reiskirchen verantwortlich sei. „Ich hätte mir auch gewünscht, dass wir die Anhörung vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) schon hinter uns hätten, aber das liegt nicht in unseren Händen, wir sind leider auf die Priorisierung beim VGH angewiesen, schließlich haben wir eine freie Gerichtsbarkeit“, so der Bürgermeister.

Selbstverständlich musste die Gemeinde anwaltliche Beratung und Unterstützung eingehen, dazu sei sie ab einem bestimmten Umfang sogar verpflichtet. Dies geschehe in der Regel über den Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB), hier ist Reiskirchen Mitglied. „Da müssen wir uns auf die Juristen verlassen, insbesondere wenn es sich um solch eine Tragweite handelt“, so Kromm.

Seit Bestehen des Planfeststellungserlasses des Hessischen Verkehrsministeriums habe man sich permanent für den Ausbau eingesetzt, sei es durch persönliches Vorsprechen in Wiesbaden oder durch regelmäßigen Schriftverkehr mit den beteiligten Behörden. Zudem habe man Fragen aus den Fraktionen der Gemeindevertretung stets zeitnah beantwortet, was gerne in den Protokollen nachgelesen werden könne.

Zuerst sei die Beteiligung der Gemeinde selbst, insbesondere bei der Mediation mit dem Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und einer Privatperson, abgewiesen worden. Dann habe man erwirkt, dass einer Prozessbeteiligung der Gemeinde Reiskirchen vor dem VGH stattgegeben wurde. Zurzeit liefen erneut Anfragen des HSGB beim VGH zum Sachstand und der Terminierung der nächsten Schritte.

„Auch ich bin ein stückweit frustriert über die lange Zeit, in der vermeintlich nichts passierte. Unsere Bürger können aber versichert sein, dass die Gemeinde „am Ball bleibt“, denn es steht außer Frage, dass der Bürgerentscheid respektiert wird. Die Gesundheit unserer Mitbürger liegt mir am Herzen. Ich wünsche mir, dass die verkehrlichen Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger in Reiskirchen und Lindenstruth baldigst aufhört und Reiskirchen sich weiter entwickeln kann“ so Kromm.

Generell begrüße er es, dass sich eine Fraktion zur B49-Umgehung mal öffentlich zu Wort melde und sich bei den Behörden nach dem Sachstand erkundigt, „dazu habe ich des Öfteren aufgerufen, weil ich weiß, dass die Behörden dieses Interesse ganz besonders wahrnehmen “ so der Bürgermeister abschließend.