Zufriedenstellende Lösung rückwirkend ab März 2020 gefunden

In ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeindevertreter in Reiskirchen eine lang ersehnte Entscheidung getroffen: Die bereits gezahlten Gebühren sollen für den Monat März zu 50 % und für den Monat April zu 100 % an die Erziehungsberechtigten zurück überwiesen werden. Auch die Eltern, deren Kinder die Notbetreuung besuchten, dürfen sich über diese finanzielle Entlastung freuen.

Weil auch im Mai ein Regelbetrieb in allen Kindertagesstätten nicht möglich war, werden hierfür die Gebühren auf Antrag des Bürgermeisters Dietmar Kromm erlassen. Der Erlass erfolgt ebenfalls für alle Eltern. Auch hier gab es einstimmigen Konsens unter den Gemeindevertretern.

Für eine wegen der Corona bedingten Einschränkung der Betreuungsleistung könne man schließlich von Eltern, die ihre Kinder nicht betreuen lassen durften, keine Kostenbeiträge verlangen. Und „wir wollen die Familien ein Stück weit entlasten, in einer Zeit, die uns allen viel abverlangt, und das gerade auch finanziell“, begründet Kromm die Entscheidung des obersten Gremiums der Gemeinde. Er sieht jedoch auf jeden Fall das Land Hessen in der Verpflichtung, den Kommunen bei den ausgefallenen Beiträgen beizustehen.

„Inzwischen sind wir im Juni und eine Normalität im Alltag ist noch lange nicht in Sicht“, so Kromm zur derzeitigen Situation. Erfreulicherweise gibt es gerade heute aus Wiesbaden die Direktive, dass ab 06. Juli 2020 wieder in den „normalen“ Regelbetrieb übergegangen werden soll. „Dann können wir voraussichtlich unseren Kindern und natürlich den Eltern wieder das gewohnte Angebot liefern“, so der Bürgermeister.

Darüber freuten sich selbstverständlich auch unsere ErzieherInnen, haben sie doch nicht wenige Kinder schon eine lange Zeit nicht mehr gesehen. Der aktuelle „eingeschränkte“ Regelbetrieb hat zwar zusätzliche Entlastung in einige Familien gebracht, aber die notwendige frühkindliche Erziehung, gerade in der Gemeinschaft der Kinder untereinander, ist ein immens wichtiger Pfeiler, um einen gewohnten Alltag unserer Kinder wieder herzustellen.

In der gestrigen Sitzung des Gemeindevorstandes wurde sich darauf geeinigt, dass die Kostenbeiträge für den laufenden Monat Juni ebenfalls ausgesetzt werden. Allerdings müssten die Eltern, die jetzt eine Betreuung in Anspruch nehmen, mit einem Kostenbeitrag rechnen. „Wie dieser letztendlich berechnet wird, kann nur die Politik entscheiden“, stellt Kromm abschließend fest.