Zweiter Haushalt in Folge ohne Haushaltsicherungskonzept

Dieses Jahr musste die Gemeinde Reiskirchen gar nicht lange auf die Genehmigung ihres Haushaltes für das laufende Jahr 2020 warten: Am 29.01.2020 wurde die Haushaltssatzung in der Gemeindevertretung verabschiedet und bereits am 05.03.2020 hat die Landrätin des Landkreises Gießen den Haushalt ohne weitere Auflagen genehmigt.

„Auch in den aktuell schwierigen Zeiten, verursacht durch die Corona-Pandemie, gibt uns die Haushaltsgenehmigung eine wichtige Planungssicherheit, damit wir auch die größeren Investitionsmaßnahmen nun mit dem nötigen Elan angehen können“ so Bürgermeister Diemar Kromm in seinem Eingangsstatement. Mit dem Ende der öffentlichen Auslegung am 20.03.2020, verlasse man nun die obligatorische vorläufige Haushaltsführung für das aktuelle Haushaltsjahr. Vorausschauend zur entsprechenden Lage ist zu vermuten, dass die Corona- Pandemie auch Spuren im kommunalen Haushalt hinterlassen werde, die jetzt noch nicht ersichtlich sein können. Kromm erwähnt beispielhaft den Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen, der die Gemeinde empfindlich treffen könnte.

Nach dem jetzigen Stand und allen eingearbeiteten Änderungsanträgen der Fraktionen weise der Haushalt auf der Ertragsseite ein Volumen von 21.030.874 € und auf der Aufwandseite ein Volumen von 20.811.540 € auf, so dass im Ergebnis ein Überschuss von 219.884 € erwirtschaftet werde, fasst Kromm die wichtigsten Zahlen zusammen.

Im Finanzhaushalt ergebe sich bei Gegenüberstellung der Einzahlungen in Höhe von 2.223.231 € mit den Auszahlungen in Höhe von 5.155.188 € eine notwendige Kreditaufnahme in Höhe von 2.91.957 €. „Weder die Grundsteuern A und B, noch die Gewerbesteuer wurden verändert, geschweige denn angehoben, was sehr erfreulich ist, können wir es doch so vermeiden, dass die Bürger höher belastet werden“, so der Bürgermeister.

„Im Ergebnis benötigen wir durch unsere solide Haushaltsführung bereits im zweiten Jahr in Folge kein Haushaltssicherungskonzept, sondern sind in der Lage, große und dringend notwendige Investitionsmaßnahmen anzugehen“, so Kromm. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt „K 37“ durch Saasen, die Planung zur Sanierung des Bauhofes und des angrenzenden Feuerwehrgerätehauses seien abgeschlossen und können nun umgesetzt werden, der Bau des Radweges von Bersrod nach Buseck und der erforderliche Grundstückserwerb sowie die Fahrbahnerschließung für das geplante Wohn- und Mischgebiet „Auf den Straßenäckern“ in Lindenstruth, können endlich in Angriff genommen werden, zählt Bürgermeister Kromm die Projekte auf, die ihm besonders am Herzen liegen.

Ein besonderer Dank gelte den Gremien in der Gemeinde und den Teams in der Verwaltung, die alle ihren Teil zum Gelingen des Zahlenwerkes beigetragen hätten. „Packen wir es an“, so Kromm abschließend.